FTX wehrt sich gegen 1,5-Milliarden-Dollar-Forderung von Three Arrows Capital
Die Insolvenzmasse von FTX hat eine 1,5-Milliarden-Dollar-Forderung des gescheiterten Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) zurückgewiesen und wirft dem Unternehmen vor, Verluste aus eigenem Fehlverhalten auf andere Gläubiger abwälzen zu wollen. In einem 94-seitigen Rechtsantrag, der beim Insolvenzgericht in Delaware eingereicht wurde, bezeichnet FTX die Forderung als "grundlegend fehlerhaft". Der Kryptobörse zufolge resultieren die behaupteten Verluste aus leichtsinnigen Handelsaktivitäten von 3AC selbst. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen im Nachgang des Krypto-Markteinbruchs und könnte Präzedenzfälle für zukünftige Insolvenzfälle in der Branche schaffen. Die Entscheidung des Gerichts wird mit Spannung erwartet, da sie erhebliche Auswirkungen auf die Verteilung der FTX-Insolvenzmasse an die Gläubiger haben könnte.
FTX bestreitet 1,5-Milliarden-Dollar-Forderung von 3AC und wirft selbstverschuldeten Verlusten vor
Die Insolvenzmasse von FTX widersetzt sich energisch einer 1,5-Milliarden-Dollar-Forderung des gescheiterten Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) und bezeichnet diese als Versuch, Verluste aus leichtsinnigen Handelsaktivitäten auf andere Gläubiger abzuwälzen. Der 94-seitige Rechtsantrag, der beim Insolvenzgericht in Delaware eingereicht wurde, weist die Forderung von 3AC als grundlegend fehlerhaft zurück.
Der Kern des Konflikts liegt in der stark abweichenden Berechnung der FTX-Exposure von 3AC während des Marktzusammenbruchs im November 2022. Während der Hedgefonds 1,6 Milliarden Dollar an Vermögenswerten behauptet, argumentiert FTX, dass die Netto-Position – nach Abzug von 733 Millionen Dollar an Margenschulden – lediglich 284 Millionen Dollar betrug. Gerichtsunterlagen zeigen, dass 222 Millionen Dollar durch Marktrückgänge verloren gingen und 60 Millionen Dollar von 3AC selbst während der Krise abgezogen wurden.
Die Anwälte von FTX argumentieren, dass die überarbeitete Forderung des Hedgefonds – von 120 Millionen auf 1,53 Milliarden Dollar angestiegen – ein unzulässiger Versuch sei, die Kosten für gescheiterte Hebelwetten auf die Gläubiger abzuwälzen. Die Börse behauptet, nur 82 Millionen Dollar an Positionen liquidiert zu haben, wobei sie innerhalb ihrer vertraglichen Rechte handelte, um negative Salden zu verhindern.